Johann Gottfried Jentzsch – eine aquarellierte Baumstudie, signiert. Um 1780



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Johann Gottfried Jentzsch – eine aquarellierte Baumstudie, sign. Um 1780

Johann Gottfried Jentzsch, Eine Baumstudie vor hügeliger Landschaft. Feder und Pinsel auf Bütten.
Rechte untere Ecke signiert J.G.J. Um 1780. Sauber unter Passepartout fixiert und gerahmt.

Größe der Darstellung 25 x 20 cm Rahmengröße: 43,5 x 36 cm.

Jentzsch Johann Gottfried Landschaftsmaler und -Radierer * 5.10.1759 Hinterjessen bei Liebethal† 16.2.1826 Dresden
Jentzsch kam als Sohn armer Häusler an die Zeichenschule der Meißner Porzellanmanufaktur und war dort 1780 bis
1800 als Bataillen-, Jagd-, Vieh- und Landschaftsmaler tätig. In Meißen begann J. frei zu zeichnen (Ansichten von Schloss
Scharffenberg, Schloss Hirschstein und der Stadt Meißen) und zu radieren. Neben Gebäudegrundrissen schuf er seit
1789 sächsische Ansichten, die Adrian Zingg Werken ähnelten: Königstein, Hohnstein, Meißen, Scharffenberg, Bautzen,
Tharandt, der Plauensche Grund sowie Wehlen, Rathen und die Bastei. Aufmerksamkeit für geologische Besonderheiten
und eine kräftige Kolorierung verliehen seinen Darstellungen ihren Schauwert. – 1797 berief Camillo Graf Marcolini J. als
Theaterdekorationsmaler nach Dresden. Als diese neue Funktion 1800 mit der Anstellung als Hoftheatermaler bekräftigt
wurde, zog J. endgültig nach Dresden. Ein kurfürstliches Stipendium ermöglichte ihm 1802/03 eine Studienreise nach
Rom, wo er die Malerin Angelika Kauffmann kennen lernte, und Mailand. Von seinem Italienaufenthalt brachte er Ansichten
aus Rom, Neapel und den Marmorsteinbrüchen in Carrara mit. Nach seiner Rückkehr arbeitete er weiterhin für das
Hoftheater sowie für die Bühnen in Pillnitz und im Lincke’schen Bad. Daneben plante er ein illustriertes Werk über
Liebhaberbühnen herauszugeben. Seit 1817 war J. als Lehrer für architektonisches Zeichnen an der neu gegründeten
Industrie- und Bauschule der Dresdner Kunstakademie angestellt. 1825 wurde er zum Mitglied der Akademie ernannt und
stellte auf deren Kunstausstellung zwei Theaterprospekte aus. 1842 wurden nochmals zwei Entwürfe von ihm gezeigt. –
Ferner schuf J. unter dem Eindruck der Landschaften von Christian Wilhelm Ernst Dietrich und Johann Georg Wagner
Pinselzeichnungen mit Flusslandschaften im niederländischen Stil. Die Kupferstecher Christian Gottlob Hammer, Johann
Friedrich Franz Bruder, Wilhelm Friedrich Rothe, Johann Gottlob Schumann und Johann Friedrich Wizani setzten J.s
zahlreiche Landschaftsansichten in Umrissradierungen um.

Vergleiche auch in: Frank Richter, Die Sächsisch-Böhmische Schweiz wie Maler sie sahen. 1627 bis 2012 – Ein Überblick, Dresden 2013


Erhaltung: gut und sauber erhalten.


570.- €


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